Portal:Esoterische Darstellungen

Zu diesem Thema haben sich die Titel in den letzten Jahren geradezu explosionsartig vermehrt. Die Inhalte der meisten Bücher sind relativ austauschbar und erwecken den Verdacht, dass da immer einer vom anderen abschreibt. Deshalb sind im Folgenden nur die wirklich empfehlenswerten und eigenständigen Werke aufgeführt.


+ Für Anfänger geeignet

++ Für Fortgeschrittene

+++ Anspruchsvoll

~ noch keine Bewertung



+ Aswynn, Freya: Die Blätter von Yggdrasil. Runen, Götter, Magie, nordische Mythologie und weibliche Mysterien. Bad Ischl: Edition Ananael 1994 Inzwischen fast schon ein "Klassiker", der vor allem auch die weibliche Sichtweise berücksichtigt.


++ Fries, Jan: Helrunar. Ein Handbuch der Runenmagie. Bad Ischl: Edition Ananael 1997. Erfrischender Ansatz abseits der ausgetretenen Pfade mit vielen Übungen und Praxishilfen, die in schamanistische Richtung gehen.


+ GardenStone: Germanische Magie. Engerda: Arun 2003 Das Werk leidet unter einem leicht irreführenden Titel, der allerdings nicht im Verschulden des Verfassers, sondern des Verlags liegt, was aber sowohl bereits auf dem Klappentext wie auch mehrfach im Buch selbst richtiggestellt wird. Es geht hier nämlich vor allem darum, wie man die Runen auch in der (modernen) Ritualmagie verwenden kann (die der germanischen Magie eben nicht entspricht). In dieser Hinsicht ist das Buch allerdings ein umfangreiches und wertvolles Ratgeberwerk. Der lange Einleitungsteil zur Entstehung und Geschichte der Runen ist zudem äußerst exakt und auf neuestem Forschungsstand. Auch der abschließende Teil zu Grundsätzlichem in der Magie enthält viel Wissenswertes.


+ King, Bernard: Die Runen. Braunschweig: Aurum Verl. 1994 Rundum gelungene Einführung, die eine gute Balance zwischen historischem Wissen und heutiger Deutung hält, dabei auch geschichtliches Hintergrundwissen korrekt vermittelt. Ideal für Einsteiger.


Für weitergehende und tiefere Beschäftigung Fortgeschrittener:

++ Osborn, Marijane & Longland, Stella: Rune Games. Macht und Geheimnis der Runen. Saarbrücken: Neue Erde 1992 Ein Pionierwerk, da es im Original bereits 1982 erschien, also lange vor Beginn der heutigen Runenrenaissance. Das Werk arbeitet allerdings ausschließlich mit dem erweiterten anglofriesischen Futhork (das vielfach andere Runennamen und deshalb auch andere Deutungen hat), bietet jedoch viele originelle Anregungen, die problemlos auf die Arbeit mit anderen Runenreihen übertragen werden können. Es enthält außerdem eine gute Neuübersetzung des altenglischen Runengedichtes.


+ Pennick, Nigel: Das Runenorakel. München: Droemer Knaur 1990. Mit 25 Runenkarten von Hermann Haindl. Ebenfalls ein recht eigenständiges und umfangreiches Werk. Seltsam nur, dass es mit 25 Runen arbeitet (die zusätzliche Rune ist Yr, die auf dem Kopf stehende Elhaz/Algiz-Rune). Davon abgesehen hinterlässt das Werk aber einen guten Eindruck und kann als sinnvolle Ergänzung zu den "Klassikern" gelten. Die beiliegenden Runenkarten sind Geschmackssache.